"Bei meinem ersten Besuch im Ketschauer Hof fiel mir erst einmal die Kinnlade herunter" Daniel Schimkowitsch
Daniel Schimkowitsch
Sternekoch
Deidesheim
Die Rhein-Neckar-Region hat sich zu einer Metropole für Feinschmecker gemausert. Zu verdanken ist das auch Sterneköchen wie Daniel Schimkowitsch (30). Als direkter Import aus München, begeistert er seit 2014 die Gäste im Gourmet-Restaurant L.A. Jordan im Ketschauer Hof in Deidesheim. Hier steht der 2010 als „Newcomer des Jahres“ ausgezeichnete Sternekoch als Küchenchef hinter dem Herd. „An jeder Ecke findet man den typisch pfälzischen Saumagen mit Sauerkraut - und an jeder Ecke auch noch sehr gut. Dann muss ich das aber nicht auch noch machen.“ Seine Küche ist daher eher klassisch-modern mit internationalem Einfluss, ohne Effekthascherei.
„Bei meinem ersten Besuch im Ketschauer Hof fiel mir erst einmal die Kinnlade herunter“, sagt der Sternekoch. Und das kann man ihm nicht verdenken, denn das aus 1770 stammende Herrenhaus des Weinguts von Bassermann-Jordan im Herzen von Deidesheim ist ein echtes Schmuckstück. Die Gebäude zeugen von der reichen Geschichte, mit einer unverwechselbaren Mischung aus klassischer Eleganz und zeitloser Moderne. Der großzügige Innenhof ist eine grün-rosa blühende Oase.
Als Küchenchef ist für ihn ein 18-Stunden-Tag nicht ungewöhnlich, deswegen ist der „Freizeitfaktor“ ausschlaggebend. Er schätzt vor allem die Ruhe auf dem Land und kann an seinen wenigen freien Tagen hier richtig entspannen. Auch für eine Radtour entlang der Weinstraße findet er ab und an die Zeit. Mit dem Frühling kommt auch das Leben in die Weindörfer. Fast jedes Wochenende findet ein anderes Fest entlang der Weinstraße statt - Magneten für Genießer, die von Stand zu Stand wandern mit einem Schoppen in der Hand.
Den spürbaren Generationenwechsel in der Pfälzer Winzerkultur begrüßt der Koch und pflegt auch privat den Kontakt zu den Jungwinzern. Mit der weltoffenen, jungen Denkweise und dem breiten Angebot an Aktivitäten für Jung und Alt ist die pfälzische Genussmetropole die neue „Home-Base“ von Daniel Schimkowitsch geworden; er ist gekommen, um zu bleiben.