"Die rustikalen Weingüter und Gutshöfe öffnen hier nicht nur die Tore für Besucher, sondern auch deren Herzen." Dario Fontanella
Dario Fontanella
Eishersteller
Mannheim
In der Metropolregion Rhein-Neckar wurde nicht nur das Auto erfunden, auch eine eiskalte Innovation: Das Spaghetti-Eis. Sein Schöpfer ist Dario Fontanella (62), ein echter Mannheimer mit italienischen Wurzeln. Mit seiner fixen Idee, Vanille-Eis durch eine eisgekühlte Spätzlepresse zu drücken, Erdbeersoße und weiße Schokostreusel darüber zu geben, ersann er in der Quadratestadt eine seit 1969 bei Jung und Alt beliebte Köstlichkeit mit einem Hauch von Italien.
Sein Vater Mario hatte als italienischer Einwanderer auf den Mannheimer Planken 1933 das erste Eiskaffee der Kurpfalz gegründet. Heute führt Sohn Dario das Familienunternehmen sehr erfolgreich weiter: Das Fontanella-Eis wird nicht nur in den drei Mannheimer Eiscafés serviert, es hat auch den Weg in die deutschen Supermärkte gefunden. In seiner gläsernen Manufaktur neben der Uni kann man den Mitarbeitern bei der Eisherstellung über die Schulter schauen. Die besten saisonalen Naturprodukte bezieht er dafür bei den Obsthöfen und Bauern der Region. Über das traditionsreiche Spaghetti-Eis hinaus kombiniert er gerne mal die Pfälzer Erdbeere mit Tomate, Pistazie mit Salz oder Vanilleeis mit in Senföl scharf eingelegten Früchten.
Fontanellas Herz schlägt aber nicht nur bei gelato höher, sondern auch bei einer in die Jahre gekommenen Italienerin - seinem knallroten Fiat 500. So oft es geht, lässt er sich in seinem Oldtimer den Wind um die Nase wehen. „Das Klima, das regionale Gesicht und die ansässige Landwirtschaft geben Rhein-Neckar ein mediterranes Flair, der dem Italienischen sehr ähnlich ist.“ So ist denn auch die Weinstraße für ihn die deutsche Antwort auf Italien: „Die rustikalen Weingüter und Gutshöfe öffnen hier nicht nur die Tore für Besucher, sondern auch deren Herzen.“ Selbst wenn es ihn dann doch nach Italien zieht, ist er in nur wenigen Stunden über die Autobahn dort.
Um sich fit zu halten, geht der 62-Jährige mehrmals in der Woche am Neckar zwischen Mannheim und Heidelberg laufen. Sein Geheimtipp für Jogger ist jedoch der Heidelberger Philosophenweg, mit fantastischem Blick hinab auf die Schlossruine. „Für mich ist das der perfekte Start in einen neuen Tag in der Rhein-Neckar-Region!“